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SmartGrid Forschungsanlage - Der \

SmartGrid Forschungsanlage - Der "lange" Weg zur Anlage

Dato: 11.04.2012
Bruger: gerald678
Anlæg: DG-DemoNet SmartGrid LV Anlage Pernkopf

Nach ein paar Monaten Vorlaufzeit ist nun unsere Smart-Grid DemoNet Anlage ONLINE. Naja, noch nicht endgültig ausgebaut, aber schon mal soweit das Strom produziert wird.

Aber schön der Reihe nach. Beginnen wir ganz vorne.

Sommer 2011: Brief vom EVU mit der Einladung an einen Forschungsprojekt teilnehmen zu dürfen. Na wie das passt, ich will doch eine Anlage auf’s Dach – hab aber bei den Österreichischen Fördervergaben keine Zusage erhalten. Forschungsprojekt ist auch ganz treffen, bin ich doch in der Entwicklungsabteilung eines Wechselrichterherstellers. Als wäre Weihnachten vorverlegt worden. Ich bin dabei, wenn mein EVU das Thema SmartGrid erforscht. Also sofort Rückmeldung an EVU, ich bin dabei (Anlage war ja bereits schon dimensioniert und geplant, Leerverrohrung für PV wurde beim Hausbau berücksichtigt). Mein Enthusiasmus wurde aber gleich wieder ausgebremst, so schnell geht’s das nun auch wieder nicht. Zuerst mal in ein paar Wochen eine Infoveranstaltung.

Herbst 2011: Infoveranstaltung des EVU. Erklärung was ist PV, SmartGrid usw. Alles schon klar, kein Thema, mich brauch man nicht mehr überzeugen. Also bitte Leute, wo soll ich unterschreiben. Ja, EUV kann’s nicht glauben, da sitzt schon einer und will kaufen – der braucht nicht mal mehr überzeugt werden. Aber, so schnell geht’s das nun auch wieder nicht. Heute können Sie noch nicht unterschreiben, dass dauert noch. Bitte noch zum Beratungstermin in ein paar Wochen, ein Experte wird Ihnen behilflich sein und die Anlagengröße bestimmen.

Herbst 2011 – Beratungstermin mit „Experten“: Gerüstet mit Verbrauchsdaten, Vermessungsplan des Daches, Verlegeplan der Module, Auslegung von Wechselrichter und und und ging’s zum Experten. Hallo, hier bin ich. Ich weiß was ich will. Also wo soll ich unterschreiben? Aber wie so oft, so schnell geht das nun auch nicht. Die Teilnahme am Forschungsprojekt wird verlost, bitte in einen paar Wochen an einen definierten Termin um bestimmte Uhrzeit am örtlichen Gemeindeamt einfinden und eine „Startnummer“ ziehen, es können nur 70 Anlagen teilnehmen.

Herbst 2011 – Umbau Stromzähler: Die Stromzähler werden ausgetauscht gegen Siemens AMIS Zähler. Ist aber unspektakulär, die Online-Abfrage funktioniert noch nicht.

Spätherbst 2011 – Verlosungstermin: Früher heim von der Arbeit, ich will ja am Projekt teilnehmen. Also, ab zum Gemeindeamt und dort mit weiteren Enthusiasten warten bis endlich die Verlosung beginnt . Die Anlagennummer 1 ist’s zwar nicht geworden, aber die Nummer 11 ist auch ganz fein. Juhu, die „Startnummer“ ist ergattert und damit die Teilnahme am Forschungsprojekt gesichert. Also, los geht’s liebe Leute vom EVU. Wo soll der Kaufvertrag unterschrieben werden? Aber wie so oft, so schnell geht’s nun wirklich nicht. Bitte noch Bescheid der Landesregierung abwarten. Danach wird Ihnen ein Installateur die Projektierung der Anlage vornehmen.

Oktober 2011: Bescheid der Landesregierung ist endlich eingetroffen. Sofort das Förderansuchen ausgefüllt und retour.

November 2011: Kooperationsvertrag des EVU’s. Holla-die-Waldfee, was passiert den da? Zig-Seiten an Juristen-Deutsch, was ich nicht alles muss und was der EVU für Rechte hat. Aber, da muss ich nun mal durch, abchecken – hinterfragen und dann unterschreiben und retour. Die ersten Anfragen der Nachbarn kommen „Du, sag mal, was wollen die den da. Soll ich das den wirklich unterschreiben“. Gerne werden die Nachbarn beraten, den wir wollen ja erneuerbaren Strom erzeugen. Aber nicht so schnell, bitte noch die Kooperationsbestätigung abwarten. Es wird Ihnen eine Fachfirma zugewiesen, die die Projektierung vornimmt.

November 2011: Auf eigene Initiative wird eine der drei ausgewählten Fachfirmen kontaktieren. Leute hier ist ein Kunde, ich will kaufen. Firma kommt auch sofort, meine Planungsunterlagen werden vorgelegt und prompt ein Angebot gelegt. Ich bin mir unmittelbar mit dem Installateur einig, berufsbedingt sind mir die Preise bekannt und das Angebot ist echt gut.

Dezember 2011 – Jänner 2012: Was für ein Winter, eigentlich könnte die Anlage montiert werden – kein Schnee. Leider nein, man darf noch nicht. Die Forschungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Februar 2012: Juhu, die Module werden endlich montiert. Wechselrichter leider noch nicht, bitte noch etwas Geduld - daran wird noch geforscht 

Anfang März 2012: Die Online-Auswertung der Stromzähler funktioniert. Damit können die Verbrauchsdaten tagesaktuell über Internet abgefragt werden. Echt spannend, meine Frau kriegt die Krise – in den ersten Tagen wird laufen erfragt „Was hast du den gestern gemacht, wir hatten erhöhten Stromverbrauch – lief der Wäschetrockner, Waschmaschine usw.“.

März 2012: Endlich der Wechselrichter ist auch verfügbar. Als erste Anlage im Forschungsprojekt wird ein Wechselrichter in meinem Haushalt montiert (vielleicht lag das am permanenten Nachtelefonieren). Endlich, es ist soweit. Erste Versuch mit der Anlage für gerade mal 5 Minuten. Danach muss sie wieder ausgeschalten werden, bis zur Endabnahme des EVU.

Anfang April 2012: Drei Wochen sind seit der Fertigungstellungsmeldung bereits vergangen. Der EVU kommt vorbei zur Endabnahme. Dauer dafür, nicht mal 10min (inkl. Begrüßung und Verabschiedung). Endlich wird Strom produziert. Die Anlage ist aber noch nicht fertig.
Es fehlt noch:
- EVU tausch Trafostation gegen, neuen regelbaren Trafo (Termin-Aviso: Anfang Mai)
- Datenlogger wurde noch nicht geliefert
- Wechselrichter-Einschub „Energiemanagement-Relais“ wurde noch nicht installiert.
- Kommunikation Wechselrichter mit Trafostation

Nun, Monate später und nach vielen ausgefüllten Formularen und Anträgen. Die Anlage liefert Strom => was für ein schönes Gefühl.
Mal sehen, wie's in den nächsten Wochen-Monaten weitergeht.