Danmark
Dänemark
Das Königreich der Dänen ist eine konstitutionelle Monarchie und ein souveräner, interkontinentaler Staat. Zum Staatsgebiet gehören Dänemark, die Färöer sowie Grönland. Die Landesfläche beträgt 43.000 km². Davon fällt ca. 1/3 auf die insgesamt 443 namentlich genannten Inseln, von diesen sind 72 bewohnt. Insgesamt zählen zu Dänemark 1419 Inseln mit einer Fläche von über 100 km². Grönland und Färöer, die autonomen Gebiete, haben eigene Flaggen und Amtssprachen und gehören zwar der NATO an aber nicht der Europäischen Union. Dänemark hat nur eine politische Grenze, die zu Deutschland. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist nicht nur Regierungssitz, sondern auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes und gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas. Dazu ist Kopenhagen ein beliebtes Reiseziel, eine zauberhafte Stadt mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die kleine Meerjungfrau, alte Börse und Schloss Christiansborg, den gegenüber vom Bahnhof gelegenen Freizeitpark Tivoli (der älteste der Welt) und vieles mehr. Kopenhagen ist über den internationalen Flughafen Kastrup zu erreichen. Hier starten und landen Maschinen mit Direktverbindungen zu vier Kontinenten. Fahrrad fahren wird in Kopenhagen ein großer Stellenwert zugewiesen. Trotz seiner auf das Land bezogenen Randlage ist die Hauptstadt der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Dänemarks. Hier laufen sternförmig alle wichtigen Straßen und auch Eisenbahnlinien zusammen. Schifffahrtverbindungen gibt es nach Lübeck und Hamburg, nach Malmö und Lund über die Öresundverbindung.
Industrie ist hier gut zu finden
Große Unternehmen wie die Tuborg Brauerei und Carlsberg, die weltgrößte Container-Reederei A.P. Møller-Maersk, Novo Nordisk, das pharmazeutische Unternehmen Lundbeck, die NKT Holding und auch Secunia (IT-Sicherheitsunternehmen) haben in Kopenhagen ihren Sitz. Dorsche, Heringe, Lachse und Schollen bilden die Grundlage der Fischerei aus den Meeren rund um Dänemark. Der Rothirsch mit über 200 kg ist das größte wild lebende Tier in Dänemark. Es werden noch Rehe, Damhirsche, Hasen, Igel und Eichhörnchen gefunden. Zu den Raubtieren gehören Füchse, Dachse, Marder, Waschbären und der Marderhund. Seehunde leben an den Küsten der Nord- und Ostsee. An den Küstenlinien ist auch die Vogelwelt mit Möwen, Seetauchern und Seeschwalben reichlich vertreten. In Dänemark sind alte Baumbestände selten geworden. Prozentual gesehen sind in Dänemark etwas über 10 % der Fläche mit Laubwäldern bedeckt. Dazu gehören Buche und Eiche, aber auch Kastanie, Birken, Espen, Linden und Kiefern werden gefunden.
Trinken und das Essen heißt in Dänemark: viel Fisch, viel Fleisch. Davon ist die dänische Küche geprägt. Dazu gehören als Getränke Kaffee und Bier. Beliebt und bekannt ist das Smørrebrød und das Wienerbrød. Der Tag in Dänemark beginnt mit morgenmad und endet mit middag, dem Abendessen. Aber auch die Dänen verzichten nicht auf ihren eftermiddagskaffe.
Unabhängigkeit durch Wind und Biogas.
Dänemark hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 mit erneuerbaren Energien von fossilen Rohstoffen wie Öl, Gas und Kohle unabhängig zu sein. Es soll verstärkt an dem Ausbau der Windenergie und der Biogas-Nutzung gearbeitet werden. Bereits bis zum Jahr 2020 soll die Windenergie verdoppelt werden und dann für eine Energieversorgung von 42 % des Landes beitragen. Gleichzeitig möchte Dänemark den Energieverbrauch um 6 % senken. Für die Bioproduktion, Steigerung der Biokraftstoffanteile für Windkraft und den weiteren Ausbau von Windkraft wird von der dänischen Regierung finanzielle Unterstützung gewährt. Zu den erneuerbaren Energien zählen die Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse, Biogas, Biokraftstoffe und Geothermie. Dänemark setzt seine ganzen Hoffnungen in den Wind und die Bioproduktion. Bereits im Jahre 1891 wurde die weltweit erste Windkraftanlage zur Stromerzeugung errichtet. Als Begründer der modernen Windtechnologie wird der Poul la Cour (1846-1908) angesehen. Bereits 1918 produzierten in Dänemark etwa 120 Windkraftwerke Strom. Die Dänen investierten ab den 70er Jahren verstärkt in die Windkraft und die bis zum Jahresende 2010 installierten Windkraftwerke lieferten 20 % des benötigten Stroms für Dänemark. Das ist unter allen Ländern, die in erneuerbare Energien investieren, ein absoluter Spitzenwert. In Dänemark wurde jahrelang durch fehlende Unterstützung von staatlicher Seite die Solarenergie vernachlässigt. Nun geht es auch mit der Kraft der Sonne in Richtung „erneuerbare Energien“. Bereits mehrere größere Solaranlagen haben in Dänemark ihren Betrieb aufgenommen. Im Jahre 2009 betrug die gesamte Anzahl der Kollektorflächen 472.780 m². Dänemark gilt schon seit Jahrzehnten als Pionier in Sachen Windkraft und scheint diese Richtung auch konsequent weiterzuführen, um von den ungeliebten Atomkraftwerken fortzukommen. Fossile Energiequellen wie Gas, Kohle und Öl, die hohe Treibhausgas-Emissionen hervorrufen, haben in der Zeit von modernen Alternativen wie die Wind- und Wasserkraft, der Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie nichts mehr zu suchen, sie sind überholt.