Japan
Japan
Auf Platz 10 der Liste für die bevölkerungsreichen Länder der Erde steht Japan mit 127 Millionen Einwohnern. Der viertgrößte Inselstaat der Welt besteht aus vier Hauptinseln, Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū, dazu kommen weitere 6800 kleinere Inseln. Die Fläche des Landes beträgt 377.835 km², auf denen über 128 Millionen Menschen leben. Seit 1947 ist Japan eine parlamentarische Monarchie, deren Verfassung jedoch keinen Monarchen als Staatsoberhaupt festschreibt. Die Hauptstadt und auch größte urbane Siedlung Japans ist Tokio. Zu den größten Städten Japans gehören unter anderem Yokohama, Sapporo, Nagoya und Kawasaki. Japanisch ist die Landessprache und wird auch von den meisten Minderheiten, wie den zahlreichen Gastarbeitern aus der Arabischen Liga, Indien und Südostasien gesprochen. Als Wirtschaftszweig spielt der Tourismus in Japan nur eine geringe Rolle, ist aber fast überall für den Tourismus erschlossen. Wegen der langen Flugzeiten und der relativ hohen Lebensunterhaltskosten sind Touristen aus Europa sehr gering. Aber die Japaner selbst sind begeisterte Ausflügler und erkunden jeden Teil Heimat. Durch die großen Städte wurden viele Ebenen in Betonmeere verwandelt und die Flüsse verschwanden unter Asphalt, seitdem reisen Japaner viel in die Orte, wo die Natur noch ursprünglich ist. Vergnügungsparks, wie zum Beispiel Tokyo Disneyland, erfreut sich bei den Japanern großer Beliebtheit. Ein wichtiger Zweig des Tourismus ist „Wellness“. Die natürlich heißen Quellen (Onsen) oder ein Bad im heißen Sand, Kurorte wie Beppu locken viele Japaner zum Relaxen an. Von 1993 an wurden viele Bauwerke, Denkmäler, Wälder, Schreine und Tempel zum Kulturwelterbe durch die UNESCO erklärt und Japan ist reich an diesen einmaligen Sehenswürdigkeiten.
Ein Industrieland ohne Wenn und Aber
Japan ist ein Industrieland. Trotz der riesen Landfläche ist nur 15 % davon kultivierbar. Das Land produziert Reis, sogar mit einem kleinen Überschuss, muss aber große Mengen an Weizen, Sorghum und Soja importieren. Auch große Mengen an Rind- und Schweinefleisch werden ins Land der aufgehenden Sonne gebracht. Mit Bodenschätzen wie Gold, Magnesium und Silber kann Japan nur seine eigenen Nachfragen decken. Grundnahrungsmittel in Japan ist der Reis und wird als Hauptgericht zu jeder Mahlzeit gereicht, so auch schon zum Frühstück. In der japanischen Küche spielen Fisch und Meeresfrüchte eine große Rolle. Bereits seit der Edo-Periode essen die Japaner drei bis fünf Mal täglich. Reis in allen Variationen mit Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse, Seetang und Bambus sind Spezialitäten des Landes. Tee und Sake sind die wichtigsten Getränke der Bevölkerung. Die Zeiten ändern sich und heute ist auch Bier und Whisky sehr beliebt. Zu den Gewürzen zählen Ingwer, japanischer Meerrettich, Pfeffer und auch Sojasoße.
Japan und erneuerbare Energien!
Nicht genug damit, dass Japan von einem Tsunami heimgesucht wurde, die Reaktorkatastrophe war ein Grauen für die Menschheit, so wie vor vielen Jahren Tschernobyl. Vielleicht auch eine Warnung an die Verantwortlichen sich intensiv um erneuerbare Energien zu kümmern. Fast ein Jahr nach der Katastrophe erwägt Japan eine Förderung erneuerbarer Energien nach deutschen Maßstäben. Statt wie eigentlich geplant den Anteil an Atomenergie auf 50 Prozent zu steigern, soll nun der Anteil an erneuerbaren Energien auf 20 Prozent angehoben werden. Eine andere Lösung war aufgrund des Alters und der Gebiete, in denen sich die meisten Atomkraftwerke befinden, nicht tolerierbar. Nur ein weiteres Erdbeben in einem Gebiet eines Atomkraftwerkes könnte verheerenden Folgen nach sich ziehen. Bis jetzt soll der Bau von kleinen Solaranlagen in Japan gut laufen. Ab Juli will Japan eine Einspeisevergütung für Solaranlagen einführen, aber nur für Anlagen über 10 Kilowatt. Photovoltaikanlagen erobern Japan. Mit der Entscheidung eine Einspeisevergütung zu zahlen beabsichtigt Japan den Bau von großen Photovoltaikanlagen zu beschleunigen. Schon seit Ende März 2012 sollen über 1 Million Haushalte in Japan Strom aus ihren eigenen Solaranlagen beziehen. Auch in Japan sind die Preise für Photovoltaikanlagen gesunken und machen die Anschaffung der Anlagen noch attraktiver, die Preise sollen in den nächsten Jahren weiter sinken. Der Bau einer großen Solaranlage steht bereits in Aussicht. Die riesige Anlage soll die Energieversorgungsprobleme Japans lösen, die nach der großen Katastrophe entstanden sind. Von den über 50 in Japan stehenden Kernkraftwerken sind bis auf zwei Stück alle abgeschaltet und Japan braucht dringend alternative Lösungen. Es gibt noch andere Möglichkeiten für erneuerbare Energien. Japan ist auf dem Wege sich von fossilen Energiequellen zu verabschieden.